Ich liebe ja den neuen Trend, alten Dingen eine hippen Namen zu verpassen, so dass möglichst viele Menschen darauf aufmerksam werden. So hieß clean eating bei uns früher einfach Vollwertkost.

Wenig sexy der Name.

Lockt so richtig niemanden hinterm Ofen hervor – zumindest nicht in der Generation Schüler. Clean eating hingegen steht für mehr – einen Lifestyle.

Und genau dessen müssen wir uns auch bewusst werden. Schulalter bedeutet, seine Identität zu finden. Und das tun wir heute auch über Essen und Trinken – wir definieren uns über unseren Food-Lifestyle.

 

 

I love my Buddha-Bowl

 

Eine Buddha-Bowl ist, wie ich finde, eine der nettesten Kreationen, die sich hier aktuell durchsetzen.

Und das Prinzip ist gänzlich einfach und funktioniert nach dem Baukasten-System:

 

20%           Kohlenhydrate (Reis, Nudeln, Kartoffel, Süßkartoffeln, Quinoa, Amarant,…)

30%           Proteine (Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch,…)

10%            Gesundes Fett (Avocado, Nüsse,…)

40%           Vitamine (Obst und Gemüse)

Und einfach nette Toppings, wie Sprossen, Samen, Nüsse, getrocknete Früchte, Kokosflocken…

 

Jede einzelne Zutat wird einzeln zubereitet und unterschiedlich gewürzt. Ich nutze gerne außergewöhnlichere Gewürze, wie Fenchel, Ingwer, Koriander usw. Aber natürlich auch die deutschen und italienischen Klassiker. Ich mische und bereite sowohl Gekochtes, als auch Rohkost zu.

Aus diesen Zutaten wird nun eine eigene Bowl gebaut. Klassischerweise legt man die Zutaten ansprechend in der Schale separat nebeneinander, so dass sie nicht vermischt sind und jede Komponente für sich wirkt.

Das hat etwas mit dem Prinzip hinter der Buddha-Bowl zu tun – nämlich Würdigung und Achtsamkeit der jeweiligen Zutat. Eine Buddha-Bowl soll zum Genuss und zur Ruhe einladen.

 

Ich stelle die einzelnen Komponenten auf den Tisch und dann kann sich jeder seine eigene Buddha-Bowl zusammen bauen. Und ja – Madita liebt es!

Und natürlich kann sie auch beim Zubereiten mithelfen, das macht es doppelt spannend für sie. Das dann aber eher am Wochenende. In der Schulzeit muss das Essen immer schon parat stehen, sonst haben wir hier den Diva-Effekt.

 

 

Der Vorteil der Buddha-Bowl liegt auf der Hand – jeder Tischgast kann genau das essen, was ihm zusagt und eigene Kombinationen entwickeln.

Ich glaube, dass so ein System auch Zukunft in der Schulverpflegung hat. Wir werden auch weiterhin mit immer mehr Food-Lifestyle-Themen konfrontiert werden.

Erstmal zur Identifikation des eigenen Platzes in der Welt. Klar. Glutenfrei essen tun mittlerweile auch Menschen aus Überzeugung. Nicht nur aufgrund einer Unverträglichkeit. Die Vegetarier sind aktuell noch in der Minderheit, haben sich aber bereits 2015 schon in ihrer Anzahl verdoppelt. Vegan ist ebenso auf dem Vormarsch. Dem müssen wir irgendwie gerecht werden.

 

Aber zurück zur Buddha-Bowl

Zusätzlich zu den bereits genannten Komponenten machen wir uns gerne noch einen Esslöffel Dipp dazu. Manchmal ist es einfach nur Kräuter Crème Fraîche, Naturjoghurt oder Humus.

Neulich haben wir aber zwei neue Soßen für uns entdeckt, die perfekt passen – gerade, wenn es etwas schneller gehen soll.

 

Super lecker!

 

Ein weiterer Vorteil der Buddha-Bowl ist für mich auch der Part der Resteverwertung. Wenn ich Dinge vom Vortag noch übrig habe, stelle ich sie kalt und verwende sie als Komponente in der Buddha-Bowl. Wirklich charmant 🙂

Gerne lass ich mich beim Einkaufen inspirieren, welche Zutaten es mal wieder sein dürfen oder stöbere in Kochbüchern und Food-Blogs. Schau mal hier, die hier sind echt nett.

 

Heute werde ich wieder zum Mittagessen alles für eine Bowl machen und freue mich da auch selbst schon immer drauf. Es wird also in Zukunft immer mal wieder Bilder geben und Rezepte, die Du dann nachkochen kannst, wenn Du Spaß dran hast.

Wenn Du für Dich eine leckere Kombination gefunden hast, dann freue ich mich, wenn Du darüber berichten magst. Dir und Deinen Lieben jetzt aber erstmal viel Spaß beim Buddha-Bowling 🙂