Kaum sind die Feiertage vorbei und Sylvester gut überstanden, steht bei uns im Haus schon wieder das nächste Event an. Anfang Januar hat Madita Geburtstag.

Und wenn ich eins gelernt habe – dann, dass es heute nicht mehr so ist, wie zu unserer Zeit…

Es wird ein riesen Hype gemacht und geht bereits mit den Einladungskarten los. Und da wurden hier durch andere Eltern schon echte Standards gesetzt. Einfach eine simple Einladung geht nicht. WhatsApp schon mal gar nicht (und ich hab es wirklich probiert). Sie muss DIY sein und zum Feier-Motto passen. Ja richtig. Geburtstagsparty haben ein Motto. Unter einer richtigen Motto-Party geht hier nix.

Wir hatten hier schon so einiges…Zauberergeburtstag, Hexenparty oder Zirkus. Das war alles noch händelbar mit dem Verweis auf den Einladungen: „Ich freue mich, wenn Du Dich verkleidest.“ Und wir dementsprechende Aktionen und Spiele ausgesucht haben.

Zwei Tage vorher herrscht bei uns im Haus dann also das Mantra: „Mutti beruhigt sich schon wieder“ und ich tüftele rum, was denn nun zum Wunsch-Motto passen könnte.

Dieses Jahr hat sich Madita eine Gruselparty gewünscht. Natürlich.

Das Ganze hat mich wirklich Nerven gekostet. Gruselgeburtstag bedeutet nun ja auch eine entsprechende Dekoration zu haben.

Ich bin dem Online-Shopping manchmal wirklich dankbar. Denn mit ein paar Klicks hatte ich das ganze Equipment zusammen gestellt. Außerdem liefert es gleichzeitig jede Menge Ideen, für Sachen, die auf keinen Fall fehlen dürfen.

Für eine Gruselparty ist es selbstverständlich, dass das Haus voller Spinnweben und Spinnen ist. Hab ich mir sagen lassen. Gefunden habe ich sensationelles Spinnennetz mit ein paar Spinnen dabei. Das Zeug ist super und hängt sich wirklich überall dran. Man kann es bis auf den letzten Millimeter auseinander ziehen, so dass es täuschend echt wirkt. Ich habe mich anfangs nicht ganz getraut, geht aber wirklich – das habe ich dann beim Abtackeln gemerkt 😉

Der Dramatik halber gibt es natürlich die Bilder in schwarz-weiß:

Also – deutlich mehr auseinander ziehen.

Was bei einer Gruselparty (eigentlich nur für das Mamatier) entscheidend ist, ist das Essensangebot. Auch hier sollte sich das Thema irgendwie wieder finden.

Dafür war ich auch zwei Tage am Routieren. Und am Ende für gerade mal 15 min Geisterfütterung…

Mein Anspruch war, dass es ein paar Kleinigkeiten gibt, die was mit dem Thema Grusel zu tun haben. Und natürlich die Kinder mit ausreichend Diva-Energie versorgen, so dass zumindest Streitereien aufgrund Unter- oder Überzuckerung hier ausgeschlossen werden können…

Ich habe mir gleichzeitig überlegt, dass ich direkt eine Mischung aus süß und pikant machen möchte.

Oberknaller waren meine Würstchen-Mumien:

Selten hatte ich so viel Spaß beim Zubereiten! Und sie sind einfach, wenn auch nicht sooo schnell gemacht: Du schneidest das Würstchen so ein, dass zwei Arme und zwei Beine entstehen. Dann nimmst Du Hefeteig und schneidest dünne Streifen, mit der Du die Mumie einwickelst. Dann kommen die Kollegen in den Backofen. Zum Schluss klebst Du die Zuckeraugen mit etwas Senf an. Ich finde sie wirklich zauberhaft 🙂 Und sie schmecken natürlich.

Als Weiteres wollte ich kleine Kürbiskopf-Gestalten machen. Dazu habe ich Kugeln aus einer Honigmelone gestochen und zusammen mit einem Marshmallow und Kiwi aufgespießt.

Was direkt mit aufs Bild gehuscht ist, sind die kleinen Schaumkuss-Gespenster. Hierzu kannst Du einfach Gesichter mit Zuckerschrift aufmalen.

Da es ja um einen Gruselgeburtstag ging, der keine Totenköpfe und ähnliches haben durfte, habe ich das Gespenster-Thema einfach durchgezogen. Totenköpfe findet Madita völlig daneben und würde es wahrscheinlich dann auch nicht mehr essen.

Dazu habe ich Brownies genommen und mit einem Marshmallow getoppt. Den habe ich mit weißer Kuchenglasur überzogen und nach dem Trocknen wieder mit Zuckerschrift bemalt.

Der Anspruch des Essens war, dass wir es auch gut transportieren können und die Gespenster das leicht snacken können. Anders als bei den letzten Geburtstagen hatten wir uns entschieden, den Großteil auswärts zu feiern. Rückblickend die beste Idee. Ich erinnere mich an einen Geburtstag, bei dem ich naiv geglaubt hatte, mit der Bande alleine zu recht zu kommen und, dass sie alle schon super Lust auf die Spiele haben und alles harmonisch ablaufen wird. Ende vom Lied war, dass ich meine Freundin anrufen musste, weil die Kids plötzlich überall waren und hier das reine Chaos ausgebrochen ist. Ich war drei Tage lang völlig platt. Nie. Wieder.

Dieses Jahr sind wir mit den Kids in einer Holzwerkstatt gefahren und sie hatten da 2 Stunden lang Action. Ich verlinke das hier mal, weil es wirklich zu empfehlen ist und den Kids riesen Spaß gemacht hat. 

Das Essen musste also gut transportabel sein, damit wir davon etwas zur Werkstatt mitnehmen können.

Perfekt, einfach und lecker: Pizzaschnecken am Stil. Den Hefeteig rechteckig ausrollen und mit Reibekäse und Salamiwürfeln belegen. Von der langen Seite her aufrollen und in in 2 cm lange Stücke schneiden. Nach dem Backen einfach den Stil reinstecken.

Am Ende hatten die Gäste einen schön bunten Tisch mit viel zum Gucken und Gruseln.

Natürlich durfte ein bisschen Mädchen für Mama nicht fehlen und es gab neben dem Schokoladen-Spinnen-Kuchen auch eine typische Geburtstagstorte mit Wunderkerzen, Schmetterlingen und ein wenig Tüddelkram 🙂

Natürlich hatte Madita auch einen kleinen Geist mit Glutenunverträglichkeit…das heißt, ich konnte von allem noch eine glutenfreie Variante herstellen. Dazu an anderer Stelle mehr 🙂

Fazit:

Ein wirklich entspannter und toller Tag für die Kinder und Eltern. Der Aufwand vor dem eigentlichen Event steht wahrscheinlich nicht im Verhältnis. Wenn Madita aber ins Esszimmer kommt und Dekoration und Essen sieht, super staunt und sich freut, dann ist das Mama-Ziel erreicht. Und zwei Tage out of order sind wieder völlig vergessen.