Ich liebe ja meine Freundin Anna…sie hat so eine besondere Gabe: Immer wenn wir sie besuchen ist es dort wie geleckt. Kein Staub, keine Krümel und schon gar keine Unordnung. Alles hat einen Platz. Und es gibt Deko. (Und man kann auch spontan reinschneien. Sieht auch so aus – ich hab´s probiert.) Und es gibt immer Kaffee, Kekse oder Kuchen – fein säuberlich vorbereitet am nett gedeckten Esstisch. Und wirklich: Alles immer super sauber.

„Sollen wir Schuhe ausziehen?“ —– „Nein, ich muss eh noch sauber machen.“

Hach. Und sie hat zwei Jungs. Und wenn ich Jungs sage, dann meine ich auch Jungs. Meine Herren…das sind wirklich zwei Racker! Zugegeben, die süßesten Racker, die es gibt. Aber eben Racker. Irgendwie bekommt Anna es aber hin, dass selbst die Spielecke im Wohnzimmer aussieht wie aus einem Einrichtungskatalog.

Und nein. Anna ist nicht nur zu Hause, sondern arbeitet genau wie ihr Mann im Schichtdienst. Hab ich erwähnt, dass sie auch ein riesen Haus, einen großen Garten, drei Hunde und Zwergkaninchen hat? Und es sieht trotzdem aus wie geleckt. Manchmal hasse ich sie dafür. Aber nur kurz. Ist ja schließlich meine Anna.

Anna kann laut eigener Aussage nicht kochen. Übrigens sagt das ihre Familie auch. [Diabolisches Lachen im Hintergrund] Da dort aber niemand so richtig kochen kann (Außer Mutzbraten. Den macht ihr Mann manchmal. Schmeckt super lecker, kann man aber ja auch nicht jeden Tag essen), freuen sie sich immer, wenn sie bei uns lecker bekocht werden.

Die vier sind riesen Fan der alten, traditionellen Küche. Es war also wieder Zeit für Gulasch, das schmeckt wie bei Oma:

 

Für 4 Personen:

500g Rindergulasch
3 große Gemüsezwiebeln
2 rote Paprika
300g Pilze
2 EL Tomantenmark
Majoran, Kümmel, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Lorbeerblatt
Glatte Petersilie
500g Nudeln

 

Zubereitung:

Im heißen Öl das Rindergulasch portionsweise anbraten. Die Gemüsezwiebeln klein würfeln und zusammen mit dem Tomatenmark zu dem gesamten Fleisch geben. Alles anrösten. Mit etwas Wasser ablöschen und einkochen lassen, bis der Bratvorgang wieder weiter geht. Dabei immer die Röststoffe vom Boden abschaben. Den Löschvorgang ca. dreimal wiederholen. So entsteht ein brauner Fond.

Das Gemüse klein schneiden und dazu geben. Kurz mit anrösten. Das Lorbeerblatt dazu geben und mit ca. 1,5 Liter Wasser aufgießen.

Das Ganze ca. 2 Stunden bei geringer Hitze vor sich hin köcheln lassen. Bei Bedarf Wasser nachgeben.

Das Gulasch mit den Gewürzen gut abschmecken. Nudeln in Salzwasser bissfest garen und dazu servieren.

Petersilie fein hacken und nach dem Kochen drüber streuen.

Anne und ihre Familie lieben das Gulasch genau so wie meine Menschen hier. Manchmal mache ich auch noch eine leichte Prise Zimt dran. Klingt im ersten Augenblick vielleicht etwas komisch, rundet aber perfekt ab.

Gerade an so Schmuddeltagen wie aktuell ist Gulasch ein passendes Gericht 🙂

Viel Spaß beim Nachkochen!