Puh. Ich bin ja so gar kein Deko-Ass, was so Weihnachten und andere Feiertage angeht. Ist ohne Kind auch bisher immer unentdeckt geblieben. Jetzt allerdings sitzt hier ein kleiner frecher Zwerg, der traurig guckt und behauptet im schlechtesten Haus der ganzen Welt zu wohnen, weil niemand sich hier um weihnachtliche Gemütlichkeit kümmert.

Nun denn.

Ich dachte, es würde reichen, wenn wir hier die selbst gebastelten Sterne und so weiter an die Fenster kleben und einen schönen Adventskranz mit vier Kerzen auf den Tisch stellen. Aber ich wurde dieses Jahr einen Besseren belehrt.

Ich weiß, wie man in Null Komma Nichts aus einer Brottüte einen Weihnachtsstern zaubert. Der sogar extrem gut aussieht. Dann hört es allerdings schon auf. Wie gesagt. Deko ist wirklich nicht meiner Rennstrecke.

Also musste ich zum Joker greifen und hab Maditas Oma angerufen.

„Kein Problem. Ich backe mit der Kleinen Weihnachtsbäume.“

Das will man hören.

Also reist Oma an und baut mit der Kleinen dekorative Keks-Tannenbäume im Schnee.

 

Zutaten: 

400g Mehl
125g Zucker
2 TL Kakao
125g Butter
1 Ei
125g Zuckerrübensirup
1 TL Kardamom
1 TL Natron

400g Puderzucker
2 Eiweiß
1 EL Zitronensaft

Alle Zutaten werden zu einem Knetteig vermengt und 2 Tage lang kalt gestellt. Den Teig rausnehmen und ausrollen.

Aus dem Teig werden verschieden große Sterne ausgestochen und für 10-12 min bei 150C abgebacken. Die Kekse sind nach dem Backen zunächst weich. Nicht wundern – sobald sie vollständig ausgekühlt sind, werden sie sehr hart und können gut verarbeitet werden. Das hatte Oma schon vorbereitet, so dass hier direkt mit dem Bauen angefangen werden konnte:

Für den Guss das Eiweiß mit dem Puderzucker und dem Zitronensaft so lange aufschlagen, bis eine dickflüssige Masse entstanden ist.

Nun werden die Sterne einfach mit Hilfe des Gusses zusammen gesetzt. Unten setzt man den größten Stern an und arbeitet sich immer kleiner werdend nach oben. Dabei kann man großzügig mit dem Guss sein, da es sehr schön aussieht, wenn er etwas runterläuft. Die Spitze entsteht, wenn man den kleinsten Stern senkrecht aufsetzt.

Zum Schluss werden die Bäume mit Puderzucker bestäubt, damit es so aussieht, als wären sie mit Schnee bedeckt.

Wir haben sie einfach nebeneinander auf eine Schieferplatte gesetzt und somit wie eine Art Weihnachts-Wald gemacht.

Die haben wir auf eine Kommode gestellt. Die steht bei uns direkt in der Nähe des Eingangs, so dass jeder Gast sofort sieht, dass hier kein Grinch wohnt, sondern der Weihnachtszauber höchstpersönlich.

Für den nächsten Tag wollte ich auch was zur Deko beisteuern und habe kleine Streichholzschachteln besorgt, die ich als Geschenke einpacken wollte. Die sollten sich dann zwischen den Bäumen gesetzt sehen, damit ein schönes weihnachtliches Bild entsteht. Das war dann als Überraschung für Madita gedacht, der das Ganze doch etwas zu „nuuuur weiß“ war.

Nun ja. Madita war schneller und ist in der Nacht heimlich runter geschlichen und hat schon mal etwas Farbe ins Spiel gebracht.

Nun sieht unsere Weihnachtsdeko etwas wie ein Schlachtfeld der Ninjas aus und es ist schon wieder vorbei mit schöner wohnen 🙂 Nichts desto trotz sind die Weihnachtsbäume wirklich gut mit Kindern zusammen zu bauen und ich kann mir auch vorstellen, dass bunte Dekoperlen gut aussehen würden. Vielleicht beim nächsten mal.

Für dieses Jahr habe ich allerdings die Nase voll. Denn wirklich gefreut hat sich am Ende nur der Hund, der klamm heimlich zur Deko geschlichen ist und fast alle Bäume verputzt hat.

Dennoch: Ein riesen Spaß und es sieht wirklich toll aus 🙂

Dir jetzt viel Spaß beim Nachbauen!