Das ist wohl einer meiner schönsten Kindheitserinnerungen:

Mit meiner besten Freundin durch den Wald stapfen und ein Pausenplätzchen suchen. Dann die Decke rausholen und es uns gemütlich machen. Die Schuhe ausziehen und mit nackten Füssen auf der Decke liegen und quatschen. Dazu eine dicke Scheibe Hefezopf mit Butter und Nutella. Mann, das sitzt bis heute. Wir haben glaube ich immer Zauberbrot dazu gesagt. Das war wirklich wunderbar!

Es liegt also nah, dass das auch heute noch eine Rolle spielt.

 

So gut wie jedes Wochenende wird bei uns Hefezopf gebacken. Mittlerweile macht Madita das auch alleine. Und er wird natürlich mit Liebe, Butter und Nutella gegessen.

Gut. Das mit der Butter und dem Nussnougat bin nur ich. Aber mögen tun den Hefezopf hier alle. Wenn auch eher mit Erdbeermarmelade und ohne Butter.

Das Rezept ist echt simpel, es erfordert nur etwas passive Zeit – wie bei fast jedem Hefeteig. Schmecken tut er wie vom Bäcker 🙂

Für den Hefezopf:

1 kg Mehl
500 ml lauwarme Milch
100g Zucker
1 Würfel Hefe
150g weiche Butter
2 TL Salz
2 Eier
1 EL geriebene Zitronenschale
1 Ei zum Bestreichen

Zubereitung:

Das Mehl in eine Schüssel geben. Die Milch im Topf zusammen mit dem Zucker und der Hefe warm machen, bis sich alles aufgelöst hat. Die Zitronenschale und die Eier dazugeben und alles gut verrühren. Das Ganze mit Schwung zum Mehr hinzugeben, die weiche Butter und das Salz ebenfalls mit dazu geben und alles sehr gut verkneten.

Den Teig mit einem feuchten Tuch abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. Ich stelle immer den Herd auf 50°C Umluft. Das geht dann sehr gut und der Teig verdoppelt sich recht fix. Nach 30 min ist es oft auch schon soweit. Manchmal mache ich den Teig schon früh morgens und lasse ihn bis mittags unbeachtet stehen. Das geht genauso gut.

Nun knetest Du den Teig nochmal durch und teilst ihn in Stücke. Hier musst Du Dich entscheiden, mit wie viel Strängen Du flechten möchtest. Ich mache meistens vier.

Dann formst Du aus den einzelnen Stücken lange Rollen und drückst sie locker am Anfang etwas zusammen. Dann beginnst Du zu flechten. Wichtig ist hier bei der Anfang und der Abschluss. Den würde ich zum Schluss nochmal schön sauber machen und etwas umschlagen.

Dann legst Du den Zopf auf das Backblech und bestreichst ihn mit einem verquirlten Ei.

Dann geht es auch schon ab in den Ofen: Bei 160°C Umluft reichen ca. 30 min.

Heraus kommt meist ein riesen Prachtexemplar – bei diesem hier ist es besonders eskaliert:

Der Hefezopf ist wirklich ein Kinderspiel – wie gesagt – Madita macht den sogar alleine. Sie geht in die Küche, holt sich die Zutaten ran und bereitet den Teig vor. Das flechten machen wir dann meist später zusammen.

Viele trauen sich nicht an Hefeteig ran. Da ist der Hefeteig schon ein paar mal nicht aufgegangen und sie meinen, dass sie kein Händchen dafür haben. Aus meiner Sicht hat das nur nichts mit einem glücklichen Händchen zu tun.

Es gibt nur diese Gründe, dass ein Hefeteig nicht aufgeht:

  • Die Hefe ist einfach zu alt
  • Der Teig steht zu kalt oder im Zug
  • Die Hefe wurde schnell zu heiß (beim Aufwärmen der Milch)
  • Du hast nicht lang genug geknetet
  • Der Teig hatte nicht genug Zeit zum Gehen oder aber:
  • Du hast Dich bei den Zutatenmengen vertan

Ansonsten ist der Hefeteig super easy und gelingt immer. Versprochen.